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Gannertshofen

Bilder aus Gannertshofen

Gannertshofen

Gannertshofen ist ein Ortsteil vom Markt Buch, mit viel Wohn- und Lebensqualität. Einwohner 611. Der Ort ist in der alemannischen Zeit um 500 entstanden. Die Ortsbezeichnung stammt vermutlich von seinem ersten Besiedler Ganhart.

Geschichte von Gannertshofen

Die -hofen Orte weisen auf eine alte Besiedlung zur Zeit der alemannischen Landnahme hin. Zunächst den Herren von Biberegg - Roggenburg gehörend, erfolgte nach deren Aussterben um 1160 ein Übergang an die Herren von Neuffen, die den nahen Ort Buch zu einem wichtigen Sitz ihrer neuen Herrschaft Weißenhorn ausbauten. Nach Heirat des Berthold II mit Juta von Marstetten erlangten die Neuffen den Titel eines Grafen von Marstetten. Beim Tode des letzten Neuffen 1342 fiel die Grafschaft Marstetten mit Hauptort Weißenhorn durch Erbschaft an die bayerischen Wittelsbacher. Diese verwalten jedoch die Herrschaft nicht selbst, sondern verpfändeten sie zunächst an die Grafen von Werdenberg, welche südlich des Bodensees erheblichen Grundbesitz hatten. 1356 erfolgte eine Weitergabe an Albrecht II. von Österreich, schließlich an die Herren von Ellerbach. Nach dem Frieden von Schärding 1369 konnte Bayern die verpfändete Herrschaft Weißenhorn zurückgewinnen, veräußerte sie aber umgehend, wiederum an die Werdenberger, sowie an die Herren von Rechberg. Im Jahr 1473 wurde die Verpfändung endgültig aufgelöst, so dass Ludwig IX. von Bayern-Landshut diesen Landstrich von nun an direkt verwaltete. Während der unmittelbaren Herrschaft der Wittelsbacher erfolgte der Zukauf der Grafschaft Kirchberg, sowie der Herrschaft Pfaffenhofen, womit sich das Territorium erheblich vergrößerte. Nach Vermittlung im Landshuter Erbfolgekrieg 1504/05 konfiszierte der Deutsche König Maximilian I. die nunmehr so genannte Herrschaft Kirchberg - Weißenhorn für das Reich, um sie 1507 an seinen Bankier Jakob Fugger zu verkaufen.

Ortskarte von Gannertshofen 1823
Ortskarte von 1823. Quelle: Bay. Landesarchiv. Zum vergrößern ins Bild klicken.

 Nach der Eingliederung in das bayerische Staatswesen 1805 behielten die Fugger lediglich das Recht, in Weißenhorn ein Patrimonialgericht zu unterhalten, welches bis 1848 bestand und in den folgenden vier Jahren durch ein königlich bayerisches Gericht abgelöst wurde. 1852 wurde Gannertshofen Teil der Gerichtsbarkeit Illertissen, wobei sich der Ort nach jahrhundertelangem Bezug zu Weißenhorn allmählich zu der emporstrebenden Marktgemeinde und nachfolgenden Kreisstadt orientierte. Diese Bezirksgerichte stellten die mittelbaren Vorläufer der späteren Landkreis dar.

Ansichtskarte um 1900 von Gannertshofen
Ansichtskarte um 1900 von Gannertshofen

Panorama Gannertshofen

Gannertshofen
Gannertshofen im Winter. Blick auf den Kugelberg von Süden. - Zum vergrössern bitte ins Bild klicken.
Gannertshofen
Gannertshofen im Frühling. Blick nach Westen ins Rothtal. - Zum vergrössern bitte ins Bild klicken.

Markt Buch

Markt Buch

liegt mit seinen Ortsteilen verteilt in 3 schönen Tälern und zwar im Rothtal mit den Ortsteilen Buch, Obenhausen, Dietershofen und Gannertshofen. Im Bibertal mit den Ortsteilen Ritzisried und Nordholz/Ebersbach und im Osterbachtal mit den Ortsteilen Christertshofen und Rennertshofen.

Schlossruine auf dem Schlossberg in Buch
Schlossruine auf dem Schlossberg

Das Kleinzentrum umfasst fast 40 Quadratkilometer. Der Markt liegt circa 30 km südlich von Ulm und 30 km nördlich von Memmingen an der Roth in Mittelschwaben. 3776 Einwohner (Stand 31.12.13). Die ursprüngliche Bedeutung des Ortsnamen Buch war "Wohnstätte bei den Buchen"

Buch um 1920

Hauptplatz mit Friedenslinde , obere und untere Gasse
Hauptplatz mit Friedenslinde , Obere und Untere Gasse

Buch 2009

Buch 2009. Hauptstrasse und Untere Strasse.
Buch 2009. Hauptstrasse und Untere Strasse.

 Inzwischen ist die Friedenslinde aus Sicherheitsgründen gefällt worden. Im August 2014 musste die Linde nach fast 150 Jahren weichen. Ein Baumsachverständiger stellte fest, dass der Stamm bereits innen verfault war.

Schloss Obenhausen

Ursprünglich war es eine mittelalterliche Wasserburg, die mit der Herrschaft Weißenhorn von den Herren von Neuffen nach der Erlöschen über Bayern 1504 an die Habsburger kam. Diese verpfändeten das Schloss samt Ort wiederum an die Ulmer Patrizier Roth. Der heutige Bau stammt im Kern aus dem 16. Jahrhundert und wurde durch die Augsburger Patrizier von Paumgarten errichtet. Nachdem der Bau unter den Fuggern 1571 renoviert wurde, verkauften ihn diese dann im Jahr 1676 zusammen mit dem Ort an das Kloster Roggenburg, das den Besitz kurz darauf an das Kloster Rottenbuch bei Schongau weiterveräußerte. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erfolgte ein Umbau. Als weitere Besitzer folgte 1744 die Kartause Buxheim , nach der Säkularisation, die Grafen von Ostein, 1809 der Baron von Verger. 

Privatpostkarte von Gräfin Moy an ihre Tochter um 1920
Privatpostkarte von Gräfin Moy an ihre Tochter um 1920

1873 übernahmen die Grafen Moy de Sons, welche den Titel der Bayerischen Zeremonienmeister innehatten, das Schloss. Das  Gebäude wird heute noch von dem Grafen Moy und seiner Familie bewohnt.

Panoramabilder vom Markt Buch und seinen Gemeinden

Markt Buch Panorama
Markt Buch, mit Blick auf den Schlossberg. Zum vergrössern bitte ins Bild klicken.
Markt Buch,  Obenhausen und Gannershofen.
Markt Buch, mit Blick vom Schlossberg nach Norden Im Hintergrund Obenhausen und Gannershofen. Zum vergrössern bitte ins Bild klicken.
Obenhausen: Blick von Westen nach Osten.      Zum vergrössern bitte ins Bild klicken.
Obenhausen: Blick von Westen nach Osten. Zum vergrössern bitte ins Bild klicken.

Illertissen

Illertissen ist eine Stadt im schwäbischen Landkreis Neu-Ulm und liegt circa 25 km südlich von Ulm und 30 km nördlich von Memmingen in Mittelschwaben.

Illertissen liegt auf einer Höhe von 513 m über NN, im Südwesten des Bundeslandes Bayern im Regierungsbezirk Schwaben. Die Stadt hat ihren Namen von der Iller, die unmittelbar an der westlichen Stadtgrenze vorbeifließt. Illertissen wurde erst 1954 vom Markt zur Stadt erhoben.

Geschichte von Illertissen

Illertissen blickt auf eine lange Geschichte zurück. Der älteste bekannte Nachweis der Besiedlung geht bis auf etwa 500 n. Chr. zurück. Die erste urkundliche Erwähnung unter dem Ortsnamen „Tussa“ war im Jahre 954 n. Chr. Der Grund der Erwähnung war die Versöhnung des hl. Ulrich, Bischof von Augsburg, und dem damaligen Bischof von Chur, König Otto I., mit seinem Sohn Herzog Liudolf von Schwaben, um dann anschließend mit einem vereinten Heer auf dem Lechfeld das weitere Vordringen der Ungarn zu verhindern.

Der Frieden zu Tussa

Die drei P (Pugnamus Pro Pace - „Wir kämpfen für den Frieden“) im Stadtwappen können auf dieses Ereignis bezogen werden. Im 12. bis 13. Jahrhundert entstand unter den Grafen von Kirchberg die Burg Tissen. Jetzt besser bekannt unter dem heutigen Namen „Vöhlinschloss“.

Die Burg zu Tussen
Zum lesen bitte ins Bild klicken

Bereits 1430 erlangte die Herrschaft von Kirchberg das Marktrecht und die hohe Gerichtsbarkeit von Kaiser Sigismund für das Dorf „Tissen“. Fortan blühten Handel und Handwerk auf. Neben Bauern und Handwerkern waren in Illertissen auch Bierbrauer und Weber ansässig. Das Handelsgeschlecht der Vöhlin (1520-1757), einer Memminger Patrizierfamilie, bestimmte wesentlich die Geschichte Illertissens. Sie erwarben 1520 das Schloss und die Herrschaft Illertissens.

Vöhlinschloss in Illertissen
Das Vöhlinschloss in Illertissen befindet sich in beherrschender Lage oberhalb der Stadt.

Bildergalerie Illertissen

Das Vöhlinschloss befindet sich in beherrschender Lage oberhalb der Stadt.Im 18. Jahrhundert endete die Zeit der Vöhlin mit deren finanziellen Bankrott und dem Verkauf der Herrschaft (1756) an den Bayerischen Kurfürsten Max Josef III. Seit 1803 ist das Schloss im Besitz des Bayerischen Staates. Dort waren Rent-, Bezirks-, Landrats- und Finanzamt sowie das Amtsgericht untergebracht. Seit 1983 sind in den freien Räumen das Bienen- und Heimatmuseum untergebracht. 

Leserfoto der Woche

Die Aussegnungshalle in Illertissen - Zum vergrösseren bitte ins Bild klicken
Die Aussegnungshalle in Illertissen - Zum vergrösseren bitte ins Bild klicken

Ansichtskarten von Illertissen um 1900

Zum vergrößern ins Bild klicken - Click to enlarge

Partnerstädte von Illertissen

  

Illertissen hat zwei Partnerstädte. 

 

 

1. Die Stadt Carnac in der südlichen Bretagne,  liegt ca. 1200 Kilometer von Illertissen entfernt und hat ca. 5000 Einwohner. Da sie am Atlantik liegt, hat sie ein mildes sonniges Klima. Außerdem gibt es in Carnac  auch Megalithen, Dolmen und Menhire, die aus einer geheimnisvollen Zeitepoche zeugen.

 

 

2. Die ehemalige egerländische Stadt  Elbogen/Loket die in Tschechien  liegt, ist auch historisch mit Illertissen verknüpft. So unterzeichnete Kaspar Schlick, Herr zu Elbogen, 1430 die Urkunde, die Illertissen das Marktrecht verlieh.

 

http://www.freundeskreis-carnac.de/

 

http://www.carnac.fr/

 

http://www.illertissen-elbogen.de/

 

http://www.loket.cz/

 

 

 

Hier geht es zu Bürgermeisterin Frau Kaiser. Sie ist im Rathaus zu finden, nicht im Stromkasten.

 

Nachtrag:

Jetzt nicht mehr. Bei der Bürgermeisterwahl 2014 ist sie knapp dem jetzigen Bürgermeister Jürgen Eisen unterlegen.

 

http://www.illertissen.de 

Sensationsfund in Illertissen.

 

Bei Bauarbeiten in der Vöhlinstraße wurden im Sep. 2017 Reste einer römischen Villa , samt einer  Bäderanlage entdeckt. Die ältesten historischen Belege von Illertissen stammen aus dem 6 bis 7 Jahrhundert. Das heißt, dass eine Besiedelung bereits  400 - 500 Jahre früher stattgefunden hat. Die Chronik der Stadt muss umgeschrieben werden.

 

Quellen: Textpassagen zum Teil aus Wikipedia